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Vereinsgeschichte

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Stürmische Gründerjahre in den 70ern

Die Wurzeln der Neumarkter Motorsportfreunde reichen bis in die Nachkriegsjahre zurück. Motorsportbegeisterte Neumarkter gründeten damals den DKW-Club, der wegen der Aufkündigung der DKW-Fertigung 1968 im Automobilclub Neumarkt AMC aufging.

Der Verein entwickelte sich zu einer festen Größe im Gesellschaftsleben von Neumarkt und driftet aber aus der Sicht einer starken Motorsporttruppe immer mehr zum Touristikverein ab. Es begann zu kriseln im AMC. Als sich schließlich Vorstand Wohlrat Anfang 1970 noch mit dem Dachverband NAVC - damals hieß er noch NAC – überwarf und drohte aus dem NAVC auszutreten, war für eine Gruppe junger Motorsportler das Fass zum Überlaufen gebracht. Im Mai 1970 war man zwar noch gemeinsam auf einer Frühlingsfahrt in die Partnerstadt Neumarkt, Tirol - zusammen mit Honoratioren der Stadt Neumarkt/Opf., aber vier Wochen später wurde in einem Vorgespräch am 16. Juni 1970 der Entschluss gefasst, einen eigenen Verein zu gründen. Eine Neumarkter Tageszeitung (Nachrichten) titelte damals „Frühlingsfahrer zwischen Sommer und Winter“ was wohl, umgemünzt auf die Stimmung der Sportfahrer, deren Gefühle treffend wiedergab.

Die Gründung 1970

Die Geburtsstunde der Neumarkter Motorsportfreunde war gekommen. Am 16. Juli 1970 fand im Gasthaus Rupp, Holzheim die Gründungsversammlung statt. Als erster Vorstand wird Rudolf Schneller aus der Hasenheide gewählt. Sämtliche Sportfahrer des AMC wechselten zum NMF; der AMC löste sich kurz danach auf. Unter der Regie von Rudolf Schneller entwickelte sich rasch die Mitgliederzahl teilweise bis 80 Mann.

1971 Am Anfang stand der Ori-Sport

Im sportlichen Bereich machten die Motorsportfreunde bald auch in Neumarkt Schlagzeilen mit ihren großen Sportereignissen. Bereits 1971 veranstaltete man die erste überregionale Orientierungsfahrt, die unter der Überschrift „100 Meilen durch die Oberpfalz“ auch in den Folgejahren wiederholt wurde. Organisiert wurden die Fahrten nicht zuletzt von den mehrfachen Bayerischen Meistern Eckhard Höll und Alfred Maschlone. Durchzuführen waren die großen Veranstaltungen natürlich nur mit den zahlreichen Helfern aus dem Verein.

1972 Autoslalom am Weichselstein beliebt

1972 wurde der erste Automobilslalom auf dem Parkplatz der Firma Bögl in Greißelbach ausgetragen. 1974 bekam man von Stadt Neumarkt die Genehmigung für die Strecke „Am Weichselstein“ zwischen B299 und Weichselstein. Diese Strecke wurde nicht nur durch die herrliche Naturtribüne sondern auch durch die optimale Streckenführung für 20 Jahre zu einem der beliebtesten Veranstaltungsorte bei den Slalomfahrern aus ganz Deutschland.

Wenn die Ära Schneller der ersten zehn Jahre auch von den Erfolgen im Rallye- und Orientierungssport geprägt war, so hatte sich mittlerweile doch ein starkes Slalomteam um Wiener Walter, die Gebrüder Renner, Ernst Rupprecht, Hermann Geist und Ludwig Schmidt entwickelt. Der erste Wechsel stand bevor und 1979 übernahm Ludwig Schmidt den Vorstandsposten. Der Fahrlehrer Schmidt Luck prägte über 25 Jahre, mit einer kurzen Unterbrechung, nicht nur den Verein sondern sorgte auch stets für Schlagzeilen im Slalomsport und holte einige deutsche Meistertitel für den NMF.

1979 Die Ära Ludwig Schmidt

In seiner Ära entwickelte sich vor allem der Slalomsport. Anfang der 80er Jahren verstärkte das Brüderpaar Hans und Willi Lang aus Neumarkt das Slalomteam und holte Bayerische und Deutsche Meistertitel nach Neumarkt. Im Orisport und auch bei den Autocross-Meisterschaften waren die Teams um Herbert Perras und Peter Luibl erfolgreich unterwegs.

Von 1983 bis 1987 übernahm Hans Yberle kurz das Ruder und holte nach langen Kämpfen gemeinsam mit seinem 2. Vorstand Ernst König und dem Sportleiter Hans Lang die ersten deutschen Meisterschaftsläufe im Automobil-Slalom nach Neumarkt.

Danach übernahm Ludwig Schmidt wieder die Vereinsführung und setzte sich Anfang der 90er-Jahre verstärkt für die Nachwuchsförderung ein.

1990 Junge Kartfahrer schaffen neuen Auftrieb

Es wurden zwei Karts angeschafft und seit 1995 wurden jährlich Jugend-Kart-Slaloms ausgetragen. Unterstützt wurde er dabei von Johann Ott, den Familien Bauer, Banzer, Güldiken und Hailer und anderen Eltern der Kart-Jugend.

Der Verein erlebte einen Aufschwung und begleitete seither fast 50 Kinder- und Jugendliche bis hin zu Bayerischen und deutschen Meisterschaftstiteln. Zu nennen sind Matthias Bauer, Timo Kuhn, Stephan Grad, Bastian Meier, Kai und Steffen Banzer, Patrick und Pascal Güldiken, Sebastian König, Pascal Distler, Michael Hailer und die Kart-Amazonen Jessica Distler und Bianca Geist.

Beim Autoslalom dominierten in den 90ern die NMFler Werner Meier, Christian Pritzl, Hans-Jürgen Rebmann und Brandl Rene immer wieder ihre Klassen.

1996 Donnergrollen über dem Weichselstein

Mitte der 90er-Jahre kündigte sich aber auch das erste Donnergrollen für die Motorsportler an: aus wasserschutzrechtlichen Gründen wurde die Strecke am Weichselstein nicht mehr genehmigt. Für 1996 stellte die Stadt Neumarkt den Volksfestplatz zur Verfügung und danach einen Teil der Verbindungsstrasse von Stauf nach Buchberg. Die Strecke „Am Buchberg“ wurde ab 1999 auch für den Jugendkart-Slalom genehmigt.

Für Zuschauer und Fahrer war der neue Kurs aber nicht mehr so attraktiv, wie am Weichselstein; die früheren Starterzahlen von über 150 Teilnehmer schrumpften auf ein Drittel. Ludwig Schmidt beendete 2003 seine Rennfahrerkarriere und überlies den Pylonenparcour zwei würdigen Nachfolgern: Dino Pelzl und Christian Frömmel.

2005 Dino Pelzl übernimmt schweres Erbe

Die großen Hiobsbotschaften fielen in die Amtszeit von Dino Pelzl aus Loderbach, der 2005 das Amt des Vorstands von Ludwig Schmidt übernahm. 2008 wurde nach dem Jugendkartslalom der Automobilslalom am Buchberg nicht mehr genehmigt, da eine Beschwerde wegen Lärmbelästigung aus dem in Luftlinie 1500 Meter entfernten Buchberg einging. Die Motorsportfreunde waren fassungslos, der Automobilslalom musste abgesagt werden. 2009 plante man Automobilslalom und Jugendkartslalom noch mit unbekanntem Austragungsort und musste schließlich wegen fehlender Genehmigungen die Veranstaltungen absagen. Die Lage im ersten Vereinsjahr ohne Veranstaltung wurde noch durch die vergebliche Suche nach einem Übungsgelände für die Kartjugend verschärft.

Diskussionen über eine Auflösung des Vereins machten die Runde, bis Vorstand Pelzl das Ruder herumriss und den Vorschlag für die Durchführung eines Autocross-Slalom initiierte; das Jubiläumsjahr 2010 sollte nicht ohne eine Großveranstaltung vergehen. Und so lässt man sich die Feierlaune nicht verderben.

2010 feiert der Verein 40 Jahre NMF

Zur Einstimmung auf ihr 40-jähriges Jubiläum veranstalteten die Neumarkter Motorsportfreunde bereits Ende Juni eine kleine Orientierungsfahrt. Dazu waren auch die befreundeten Motorsportclubs aus der Umgebung eingeladen. Erfreut konnte das Ausrichterteam Lissi und Hans Yberle dazu 25 Teilnehmer begrüßen. Die Siegerehrung mit Pokalverleihung fand im Rahmen der 40-Jahrfeier des NMF am Samstag, 31. Juli 2010 im Gasthaus Warda-Ehrnsberger in Loderbach stattfinden.

Für die nächsten Jahre sah deshalb Vorstand Dino Pelzl bei der Jubiläumsfeier nicht schwarz und sagt: „ Wir werden weiterhin ein Neumarkter Verein sein und die Suche nach Trainingsmöglichkeiten und Veranstaltungsorten nicht aufgeben. Vielleicht liegt die Zukunft auch in alternativen Antriebstechniken, denn nicht nur der Verein hat sich 40 Jahre weiter entwickelt, auch die Technik ist nicht stehen geblieben. Wir sind nicht mehr die Frühlingsfahrer im DKW.“

2014 Ausrichter Bayerische Cross-Meisterschaft

Seit fünf Jahren ist der NMF jetzt aktives Mitglied in der Veranstaltergemeinschaft für die Bayerische Auto-Cross und Cross-Kart-Meisterschaft. Vorstand Dino Pelzl und Sportleiter Christian Frömmel führen ein erfolgreiches Team von Crossfahrern an. 2014 übernimmt der NMF die Ausrichtung der Cross-Meisterschaft.

Bereits seit 2012 versendet Vorstand Dino Pelzl Vereinsnachrichten und Informationen über Internet. Seit 18. Jan. 2014 ist der NMF auch über eine eigene Interseite www.nmf-neumarkt.de (und skyh.de) erreichbar.

 

Autor Hans Yberle 2.3.2014